Tim Renner – “Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm!”
Die Medienindustie steht vor einem gewaltigen Umbruch. Die großen Plattenlabels, TV-Sender, Filmproduktionsfirmen und Verlage verlieren an Macht, ihre klassischen Vertriebswege fallen – in Zukunft werden die Kunden das Geschehen bestimmen. Tim Renner, ein Top-Insider der Branche, erzählt die Geschichteder msuikindustrie von Emil Berliner bis Napster und zeigt, warum die Major-Labels in ihrer jetzigen Form keien Überlebenschance haben. Er weitet seinen Blickauf die wichtigsten Medienindustrien aus und bewertet deren Situation im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung. Tim Renner entwirft für die Medienindustrie die Vision einer neuen, dringend notwendigen Balance von Kapital, Inhalten und Verantwortung.
Erschienen bei campus.
Sky Nonhoff – „Schallplatten“
aus der Reihe: „Kleine Philosophie der Passionen“
Männer (und, ja, durchaus auch Frauen) müssen keine Sammler sein, um zu wissen, welchen Stellenwert die CD- und Vinylstapel neben ihrer Stereoanlage haben: Sie begleiten Unordnung und frühes Leid, um mit einem zu altern und schließlich den Katzenjammer in der Mitte des Lebens spüren zu lassen. Sky Nonhoff sinnt auf kurzweilige, manchmal ironische, immer aber luzide Weise über den Zusammenhang von Platten, Erwachsenwerden und Selbstkenntnis nach, nennt die wahren Gründe, warum Männer und Frauen nicht zusammenkommen können, und verrät nebenbei, welche Titel für jeden Pop-Abhängigen unverzichtbar sind. Platten – der beste Beweis, dass die Welt eben doch eine Scheibe ist.
„Doch dann legt man plötzlich mal wieder eine dieser ganz großen Platten mit diesen schlicht und einfach unfassbaren Soli auf, und mit einem Mal, nach dem zweiten Refrain, geht dieser unweigerliche Impuls in die Finger, die noch kurz am Volume-Regler drehen, bevor sie loslegen und ich mich unwillkürlich vornüber krümme, während ich im selben Moment wahrnehme, wie eine der schönsten Frauen des Universums im Türrahmen stehen bleibt. Ich grinse wie ein Dickhornschaf. Sag jetzt nichts, Liebling“
Sky Nonhoff – „Don´t Believe the Hype!“
Die meistüberschätzten Platten der Popgeschichte. Alles über die Popkultur, was Sie von Nick Hornby nie erfahren werden.
Ob Rolling Stones, Bob Dylan, Patti Smith, Norah Jones, White Stripes oder Radiohead: Immer und überall werden die gleichen Alben über den grünen Klee gelobt, dieselben sattsam bekannten „Meilensteine“ und „Meisterwerke“ in den Himmel gehoben.
„Don´t Believe the Hype“ erhebt Einspruch: gegen die wohlfeilen Wahrheiten des Pop-Kanons, gegen den Nostalgiestarrsinn, der die moderne Musik auf eine Endlosschleife ewiger Konsensformate reduziert hat. Längst ist die Popgeschichte zum Dogma geworden, dem seit gut drei Jahrzehnten nicht mehr widersprochen wird.
Sky Nonhoff bürstet die Popkultur gegen den Strich. Er besichtigt den Pop von den Sechzigern bis heute, um die Binsenwahrheiten der letzten dreißig Jahre kritisch unter die Lipe zu nehmen: mit dem gebotenen Sarkasmus, der angemessenen Polemik und der nötigen Ironie.
Über den Autor:
Sky Nonhoff, geboren 1962, hat u. a. für die „Südeutsche Zeitung“ geschrieben und ist Autor der Erzählungssammlung „Boy Meet Girl“ (1998), „Schallplatten“ (2000) und „Die dunklen Säle“ (2002). Er lebt in München
Erschienen bei Deutscher Taschenbuch Verlag
Jürgen Teipel – „Verschwende deine Jugend“
Ein Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave
Verschwende deine Jugend ist das ultimative Buch zum deutschen Punk und New Wave. In ihm erzählen alle wichtigen Protagonisten dieser Szene, wie durch die englische Punk-Explosion von 1977 zum erstenmal auch deutschsprachige Popkultur möglich wurde, wie Musik und Haltung der „Neuen Welle“ auf Literatur und Malerei ausstrahlten und wie diese blühende Subkultur in der Funkultur der „Neuen Deutschen Welle“ ihr Ende fand.
Der Journalist Jürgen Teipel hat für dieses Buch in den letzten drei Jahren Gespräche mit über 100 Interviewpartnern geführt und deren Antworten zu einem zusammenhängenden Text zusammengeführt, der sich wie der Roman einer ganzen Generation liest – polyphon, multiperspektivisch und mit unendlich vielen Geschichten.
In diesem Buch kommen nicht nur Bands wie Fehlfarben, DAF, Palais Schaumburg oder Abwärts zu Wort und Popmusiker wie Campino, Blixa Bargeld oder Nina Hagen, sondern auch über Punk sozialisierte Künstler wie Ben Becker oder Markus Oehlen.
Erschienen bei Suhrkamp
Hans Nieswandt – „Plus Minus Acht“ – DJ Tage DJ Nächte
Ausgedehnte Touren, Auftritte vor kreischenden Teenagern, Foto-Sessions für Lifestyle-Magazine und Video-Shootings sind schon lange nicht mehr das Privileg von Popmusikern. Heute steht der DJ im Mittelpunkt der internationalen Musikszene und ist vom einstigen Außenseiter zum Superstar aufgestiegen. Aber wer ist dieser DJ?
Niemand kann diese Frage besser beantworten als Hans Nieswandt. Als Musikjournalist entdeckte er House für das deutsche Publikum, als DJ bespielte er jeden angesagten Club, und mit „From: Disco To: Disco“ landete er zusammen mit „Whirlpool Productions“ einen Hit in den internationalen Charts. In seinem Buch „plus minus acht“ erzählt er von seinem Leben als DJ. In den Geschichten steht Schrilles neben Skurillen, Alltägliches neben einzigartigen Erlebnissen. Denn seine Arbeit findet nicht nur in glamourösen Metropolen statt, sondern führt oft in die Provinz, verbunden mit langen Zugreisen und nervenaufreibender Organisation. „plus minus acht“ berichtet von Reisen nach Mexiko und Magdeburg, von gescheiterten wie grandiosen Clubnächten, ausverkauften Hallen und winzigen Kellern.
Über den Autor:
Hans Nieswandt, geboren 1964, lebt mit seiner Familie in Köln. Er gilt als einer der renommiertesten Hous-DJs Deutschlands und arbeitet seit 20 Jahren als Musikjournalist und Produzent. Er war Redakteur der Zeitschrift „Spex“ und veröffentlichte mit „Whirlpool Productions“ vier Alben. Im letzten Jahr erschien in der Anthologie „Sound Signatures“ sein Text „I´m a popstar in your country“. “plus minus acht“ ist sein erstes Buch.
Erschienen bei KiWi
Christian Gasser – „Mein erster Sanyo“ – Bekenntnisse eines Pop-Besessenen
Mit Ironie und Witz schildert Christian Gasser den Leidensweg des Pop-Besessenen, der zu spät begreift, dass Pop und das richtige Leben nicht ein und dasselbe sind. Er beschwört den Popkosmos der siebziger Jahre, als noch Sweet, Uriah Heep und Status Quo die Gefühlswelten der Teenies durcheinander brachten, er beschreibt die wirklichen achtziger Jahre, in denen Verweigerung, Liebeskummer und Selbstzerstörung als vorbildhafte Lebensentwürfe galten und er erzählt von seinem Bemühungen, in den neunziger Jahren erwachsen zu werden. Die Sucht nach Pop – Christian Gasser kann ein Lied davon singen.
Die „Bekenntnisse eines Pop-Besessenen“ erschienen ursprünglich zwischen 1997 und 2000 in der Bernern Woche, dem Veranstaltungsmagazin der Tageszeitung Der Bund. Für die vorliegende Buchausgabe hat der Autor die Texte überarbeitet und zum Teil erweitert.
Über den Autor:
Christian Gasser, geboren 1963, ist Redakteur und DJ beim Schweizer Rundfunk DRS3, Mitherausgeber des Comic-Magazins Strapazin und freier Autor. 1994 erhielt er den Züricher Radiopreis, 1997 eine Auszeichnung am Prix Europa, Berlin. Seit 1996 Liveauftritte als „Pop-Besessener“. Letzte Produktionen: „Mutantenkosmos“ (Feature, WDR, 1999), „Blam! Blam! Kawumm!!!“ (Hörspiel, WDR, 1999), „Mutanten. Die deutschsprachige Comic-Avantgarde der neunziger Jahre“ (Ausstellungskatalog, 1999).
Ralf Niemczyk / Torsten Schmidt – „Das DJ Handbuch“
Von DJs für DJs: Internationale Pioniere an den Plattenspielern erzählen ihre Geschichte. Führende Turntablisten zeigen Tricks und Skills. Renomierte Fachleute vermitteln Basiswissen in Technik, Recht und Geschäft. Kurzum: Eine kompakte Navigationshilfe im weiten Spektrum der modernen Tanzmusik zwischen HipHop und House, Jazz und Reggae.
DJs sind heute schon viel mehr als bloß die Popstars des 21. Jahrhunderts. HipHop, Reggae, House und Techno liefern weltweit die Mythen für die Clubgeneration. Stets im Mittelpunkt des Geschehens: Zwei Plattenspieler, ein Mischpult.
Und eben Menschen. „From Skratch“ macht sich auf die Suche nach der Magie vor und hinter der DJ-Kanzel. In anschaulicher und verständlicher Form werden Geschichten, Methoden, Techniken und geschäftliche Prinzipien der DJ-Musik erläutert. International hochgeschätzte DJs aus den USA, England, Deutschland und Frankreich erzählen ihren persönlichen DJ-Entwurf „von Anfang an“.
Tragende Figuren wie Jeff Mills, David Rodigan, Westbam, Kemistry & Storm, Assault, Gilles Peterson, John Acquaviva, Christian Vogel, Norman Jay, Deep, Grandwizard Theodore, Claude Young, Invisbl Skratch Piklz und die X-Ecutioners öffnen ihre Plattenkisten. Zusammen mit renommierten Fachleuten aus Technik, Recht und Business zeigen sie, was es alles an Grundlagen und Fingerfertigkeiten braucht, damit es auch morgen noch heißen kann: „Last night a DJ saved my life“.
„From Skratch“ ist die inhaltliche Essenz der vielbeachteten „Red Bull Music Adademy“ in Berlin.
Über die Autoren:
Ralf Niemczyk schreibt seit 1982 für Underground- und Mainstrem-Zeitschriften über Musik, Popkultur, Sport und Stadtplanung. Gegenwärtig arbeitet er als freier Autor und Media Consultant in Köln. Im Frühjahr 1999 veröffentlichte er zusammen mit den Fantastischen Vier „Die letzte Besatzermusik – Die Autobiographie“.
Torsten Schmidt, Weltmeisterjahrgang 1974, widmet sich zeitgenössischem Unfug. Lange verantwortlicher Redakteur der Magazine Groove und Spex, sortiert er heute als Media Assassin seine Plattensammlung in Köln und studiert in Frankfurt am Main. Als DJ ist er Gründungsmitglied des notorischen Championlover Soundsytems.
Erschienen bei KiWi
Peter Wagner – „Pop 2000“
„Pop 2000“ erzählt die Geschichte von 50 Jahren Popmusik und Jugendkultur in Deutschland. Das Buch zur Fernsehreihe beschreibt den Zeitgeist, der die Jugend bis zum Ende des Milleniums prägte und prägt.
„Pop 2000“ ist ein Puzzle aus vielen Subjektiven. Dabei sind die einzelnen Kapitel sowohl chronologisch als auch thematisch strukturiert.
„Pop 2000“ dokumentiert die unterschiedliche Jugendkultur im Osten und im Westen Deutschlands sowohl im Mainstream als auch im Underground. Musik erscheint als Spiegel gesellschaftlicher Phänomene: als Soundtrack zum Zeitgeist und Zeitgeschehen.
Laurent Garnier / David Brun-Lambert – „Elektroschock“
Die Geschichte der elektronischen Tanzmusik.
1987, Manchester: In einer alten Lagerhalle, die zum Club umfunktioniert wurde, kündigt sich die letzte große Revolution der Musik an. Fünfzehn Jahre nach der Hacienda in Manchester ist Techno zum weltweiten Phänomen geworden. Techno-Künstler haben Millionen von Alben verkauft, und die „Techno-Ästhetik“ ist in der kulturellen Landschaft omnipräsent.
Laurent Garnier erzählt die Geschichte der elektronischen Musik – von ihren Anfängen in den schwarzen Gettos der USA bis zum Siegeszug als globaler Wirtschaftsfaktor Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts: ihre Schlüsselmomente, ihre herausragenden Akteure, ihre Geheimnisse und ihre Exzesse. Als einer der prägenden Protagonisten der Bewegung, als Insider und privilegierter Zeitzeuge blickt er hinter die Kulissen und lässt die Entwicklung aus der leidenschaftlichen Perspektive des Praktikers Revue passieren.
Über die Autoren:
Laurent Garnier ist DJ, Musiker und Produzent. Seine Karriere begann 1987 im legendären Hacienda Club in Manchester, von wo aus die Acid-House-Bewegung um die Welt ging.
1994 gründete der gelernte Koch das Label F Communications; sein Debütalbum, Shot In The Dark, gilt als Meilenstein der zeitgenössischen elektronischen Musik.
David Brun-Lambert arbeite jahrelang für den französischen Sender Radio-Nova und ist heute als Journalist und Produzent für Radio Suisse Romande sowie als Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften tätig.
Erschienen bei Hannibal